Schriftgröße: Schriftgöße normal Schriftgröße groß Schriftgröße extra groß
Kontrast: Kontrast normal Kontrast extrem
Torbogenhaus Künstlerfamilie Begas Burgmodell Römische Köpfe

Historischer Überblick

Seit Mitte des 3. Jahrhunderts wurden die linksrheinischen römischen Provinzen immer wieder von Germanen bedroht und verwüstet. In den Berichten römischer Autoren taucht seit dieser Zeit ein als `Franken´ bezeichneter Stammesverband auf, der am rechten Niederrhein und im Emsgebiet ansässig war. Diesem Stammesverband gehörten mehrere westgermanische Stämme an: Brukterer, Chamaver, Chattuarier, Amsivarier. In den Jahren 257/260 überschritten sie erstmals den Rhein. 275/276 gelang es den Franken den niedergermanischen Limes erneut zu überrennen und weit nach Gallien einzudringen. Auch im 4. Jahrhundert bedrohten die Germanen wiederholt die römischen Provinzen. Standen jedoch in den vorausgegangenen Jahrzehnten räuberische Überfälle im Vordergrund, versuchten die Germanen nun vermehrt, sich auf römischem Reichsgebiet dauerhaft niederzulassen. Teile von ihnen wurden schließlich auch gezielt an der Nordgrenze Niedergermaniens als foederati (Verbündete) angesiedelt und in die Grenzüberwachung mit einbezogen. In den Jahren 352/353 drangen rechtsrheinische Franken wiederum tief nach Gallien ein. Erst nach langwierigen Kämpfen (u. a. 357 bei Jülich und an der Maas) wurden die Franken wieder vertrieben bzw. auf römischem Gebiet angesiedelt.